Im Dienst für die Schlingnatter

In Feldbach oberhalb der Rebberge befindet sich eines der wenigen natürlichen Habitate der Schlingnatter im Kanton Zürich. Für die seltene Schlangenart sind warme Felsen und Steinmauern sehr wichtig. Nicht nur können sie sich dort aufwärmen, sondern finden in diesen Strukturen auch ihre Hauptnahrungsquelle: Eidechsen. Um diesen Lebensraum zu sichern, galt es, die Nagelfluhpartien und die Trockensteinmauern mit dem Freischneider und von Hand vom Bewuchs zu befreien. Gesehen haben wir während dieser Novemberwoche leider weder Eidechsen noch Schlangen. Das lag vermutlich daran, dass sie bereits in der Winterstarre waren.

Ein weiterer Aspekt unserer Arbeit hier an der Goldküste war die Waldrandpflege. Um einen gestuften Übergang zwischen Wald und Rebberg bzw. Spazierweg zu schaffen, mähten wir einen ca. 5-10 m breiten Streifen entlang des Waldes und liessen nur wertvollere Sträucher wie den Wolligen Schneeball oder Wildrosen stehen. Eine zusätzliche Auslichtung erreichten wir durch den gezielten Motorsägeeinsatz.

Ab dem dritten Tag unterstützte uns ein Team von Asylbewerbern aus Altstetten. Das täglich wechselnde Team bestehend aus acht motivierten Helfern aus aller Welt war jeweils damit beschäftigt, das Schnittgut vom Hang herunterzurechen und auf grossen Haufen zu sammeln. Dort wo das Gelände zu steil war, übernahmen wir Zivis das Rechen, sodass die Asylbewerber die Äste nur noch zum Haufen ziehen mussten.

Insgesamt war die Woche sehr lehr- und abwechslungsreich. Wir haben viel über Reptilien und Gehölze dazugelernt und auch die gemeinsame Arbeit mit den Asylbewerbern war eine tolle Erfahrung.

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