Gehölze

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Die fortschreitende Fragmentierung der Kulturlandschaften führt zu einer fatalen Isolation der verbleibenden Lebensräume für heimische Pflanzen- und Tierarten. Ein reduzierter oder sogar gänzlich ausbleibender Genfluss zwischen Populationen trennt noch intakte Lebensräumre und bewirkt zusätzlich erhöhte Aussterbewahrscheinlichkeit.
Besonders bedrohte Arten seltener Biotope mit spezifischen Umwelt- oder Nahrungsansprüchen sind heute überall betroffen.

Eine grossräumige Vernetzung von Lebensräumen durch ungestörte Ausbreitungs- oder Wanderwege (Grünkorridore) ist innerhalb jeder Gemeinde eine entscheidende Grundlage für den langfristigen Erhalt von Biodiversität!
Besonders in unseren Landschaften, in denen sich Offenland mit Gehölzlebensräumen vielseitig verzahnen oder überlappen, ist die Ausbreitung und sichere Etablierung wesentlich erfolgreicher.
Doch exakt diese natürliche Strukturvielfalt widerläuft unserer Siedlungs- und Kulturflächengestaltung. Seit der Mechaniserung der Produktionsprozesse in unseren Feldfluren und auch der Gestaltung unserer Siedlungsräume sind lineare / rechtwinklige Grenzführung die eingespielten Vorgaben, Erfolgsrezepte und Vorbilder für folgende Generationen.
Zusätzlich problematisch wird es, wenn sich z.B. Wald- und Offenlandkorridore kreuzen oder parallel zueinander verlaufen, jedoch von Strassen begleitet oder fragmentiert sind. Die Lebenskorridore können dann wechselseitig eine Barriere- bzw. Errosionswirkung für die zu fördernden Arten, mit den jeweils sensibelsten ökologischen Ansprüchen, bilden.

Trotzdem, ein allseits bewährter Lösungsansatz ist das generelle Konzept halboffener Verbundkorridore ohne Strassen: Wald-Offenland-Übergänge parallel zu Biotoptypen, die sich aus traditionellen Landnutzungsformen entwickelt haben und ebenfalls einen halboffenen Charakter aufweisen, jedoch ohne Strassenquerung:
Lichter Wald, Hutewälder, stufig genutzte Walränder, Wachholderheiden, gehölzbestandene Pferde- und Viehweiden, alle Heckenformen, Hochstamm-Obstgärten, Bio-Rebbau- und extensive Ackerbau-, Brache- und Ruderalflächen.
Einschränkungen müssen jedoch individuell für sehr anspruchsvolle und zugleich ausbreitungsschwache Arten gemacht werden. Gesamtheitlich zu beachten ist die Landschaftsdiversität mit ihren stets unterschiedlichen geologischen und klimatischen Ausgangsbedingungen.
Mit jedem zusätzlichen Verbundkorridor unterstützt man jedoch in der Summe auch die Etablierung eines regionalübergreifenden Biotopverbundes – diese Gesamtziele finden zu wenig Beachtung.

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